„Real-Time-Umsatzsteuer“ als Zukunftslösung? PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 14. Mai 2019 um 12:35 Uhr
Bonpago untersucht Clearance- und Split-Payment-Verfahren

Europäische Mitgliedstaaten verlieren jährlich Milliarden von Euro an Steuereinnahmen aufgrund von Steuerbetrug oder unzureichenden Steuererhebungssystemen. Durch die Umsetzung der elektronischen Rechnung und die Digitalisierung der Prozesse ergeben sich neue Maßnahmen, um dem massiven Umsatzsteuerbetrug entgegenwirken zu können. So setzen immer mehr Staaten auf Mittel wie das Clearance- oder das Split-Payment-Verfahren, vor allem in Kombination mit der E-Rechnung, die die Bonpago GmbH bereits seit Jahren bei öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen erfolgreich umsetzt.

Das Clearance-Verfahren beschreibt ein Meldesystem, bei welchem Unternehmen dazu verpflichtet werden, ausgewählte Rechnungsdaten an den Fiskus zur weiteren Kontrolle zu übermitteln. Dies bedeutet, dass die (elektronischen) Rechnungen mit den Umsatzsteuerdaten und weiteren Informationen über eine staatliche Online-Plattform geprüft und registriert werden. Im Anschluss werden die Rechnungen dann an den Rechnungsempfänger übermittelt. Das System gleicht damit einer Real-Time-Umsatzsteuer.

Im Gegensatz dazu stellt das Split-Payment-Verfahren einen Mechanismus der geteilten Zahlung dar. Dies bedeutet, dass beim Bezahlvorgang einer Rechnung der Brutto-Rechnungsbetrag in eine Netto- und eine Umsatzsteuerzahlung aufgespalten wird. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, beabsichtigt der Gesetzgeber, dass die Zahlung auf beide Bankkonten mittels einer „Zweckgebundenen Zahlungsanweisung“ ermöglicht werden soll, bei welcher die Splittung des Rechnungsbetrags durch das System übernommen wird. Die Beträge werden dabei auf zwei unterschiedliche Konten überwiesen. Der Umsatzsteuerbetrag kommt auf ein gesperrtes Umsatzsteuerkonto. So kann die Umsatzsteuer nicht mit der bereits gezahlten Vorsteuer verrechnet werden. Außerdem dürfen die Beträge höchstens für Zahlungen in Zusammenhang mit umsatzsteuerlichen Verbindlichkeiten verwendet, vielmehr aber nur zur unverzüglichen Abführung an das Finanzamt genutzt werden.

„Die Einführung der elektronischen Rechnung und entsprechende Prozessvorteile sind erst der erste Schritt für eine Real-Time-Economy. Dies zeigen bereits zahlreiche andere Länder. Nun gilt es die Erfahrungen zu bündeln und auch in Deutschland den nächsten Schritt einzuleiten“, so Dr. Donovan Pfaff, Geschäftsführer der Bonpago GmbH.

Als eines der führenden Beratungshäuser für Financial Supply Chain Management und als Experte für E-Rechnungen bringt die Bonpago GmbH zahlreiche Erfahrungen in diesen Themenfeldern mit.

Die vollständige Betrachtung kann hier nachgelesen werden.

Bonpago GmbH
Die Bonpago GmbH, gegründet 2000 von Dr. Donovan Pfaff, ist eines der führenden Beratungshäuser für Financial Supply Chain Management (FSCM) in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main begleitet seither zahlreiche Kunden bei der Optimierung von Prozessen im Finanz- und Rechnungswesen. Bonpago, entstanden als Spin-off aus dem Lehrstuhl für Electronic Commerce und dem E-Finance Lab der Goethe-Universität in Frankfurt, unterhält intensive Kontakte zur Wissenschaft und verknüpft einen wissenschaftlichen Ansatz mit praktischer Intelligenz für innovative und flexible Geschäftsabläufe mit hoher Akzeptanz. Zu den Kunden zählen die öffentliche Verwaltung sowie Konzerne und der Mittelstand.

Bonpago GmbH
Wildunger Straße 6 a
D-60487 Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin: Maria Anagnou
Telefon: +49 (0)69 / 26 48 97 61-0
Fax: +49 (0)69 / 26 48 97 61-9
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Internet: www.bonpago.de

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